Blutegel existieren schon seit 450 Millionen Jahren auf der Erde. Säugetiere, die zum Trinken ans Wasser kommen, sind die Nahrungsquelle des Ringelwurms. Angelockt durch die Wellenbewegungen, die das Tier beim Waden ins Wasser auslöst, heften sich die Blutegel mit ihren zwei Saugnäpfen an und wenn sie die perfekte Stelle gefunden haben, beißen sie sich mit ihren Kalkzähnchen in die Haut und saugen. Wenn sie ihre Mahlzeit bekommen haben, lassen sie sich fallen, um nicht zu weit weg von ihrem Lebensraum getragen zu werden.

 

Für das Säugetier ist der Biss aber nicht schmerzhaft (vergleichbar mit dem Nesseln an einer Brennessel), sondert lindert viele seiner Beschwerden. Das wissen die Tiere instinktiv und kehren immer wieder an den Ort zurück, wo sie Linderung erfahren haben. Somit leben diese Tiere in einer einzigartigen Symbiose.

 

Wirkung der Blutegeltherapie:

Der Speichel (Saliva) des Blutegels enthält ca. 30-100 Substanzen, die u. a. eine schmerzlindernde (ohne Leber oder Nieren zu belasten), antibiotische und entzündungshemmende Wirkung aufweisen. Somit ist der Blutegel ein kleines Wunder der Natur.

 

Während des Saugvorgangs gibt der Blutegel über die Saliva einen Stoff ab, der die Blutgerinnung außer Kraft setzt, das sogenannte Hirudin. Somit kommt es nach der Behandlung zu einer Nachblutung (tröpfchenweise), die bis zu 32 Stunden anhalten kann. Je länger die Nachblutung erfolgt, desto besser kann sich die Wunde reinigen. Die Wirkstoffe der Saliva haben ohnehin schon eine desinfizierende Wirkung. 

 

Die meisten Vierbeiner tolerieren die Blutegelbehandlung sehr gut und sind dabei auch entspannt, manche schlafen sogar ein, weil die schmerzlindernde Wirkung schon während des Saugvorgangs eintreten kann.

 

Indikationen:

  • Abszesse
  • Ekzeme
  • Arthritis/Arthrose
  • Gelenkfehlbildungen (z. B. Hüftgelenkdysplasie)
  • Wirbelsäulenerkrankungen (z. B. Spondylose, Cauda Equina-Kompr. Syndrom)
  • Sehnen- und Sehnenscheidenerkrankungen
  • Bänderverletzungen
  • Wunden
  • Entzündungen
  • etc.

 

                                                         

 

Ablauf:

Vor der Blutegelbehandlung steht immer eine genaue Diagnose durch Ihren Tierarzt. Diese sollte den Indikationen für die Anwendung der Therapieform entsprechen. Außerdem sind ein ausführliches Vorgespräch und die Einverständniserklärung durch den Patientenbesitzer unerlässlich.

Für diese Therapie verwende ich ausschließlich medizinische Blutegel aus einer Blutegelzucht, die extra für den medizinischen Einsatz gezüchtet werden. Auch nach der Blutegelbehandlung stehe ich Ihnen jederzeit für Fragen zur Verfügung.

 

                 

 

Bei Interesse und Fragen zur Blutegeltherapie rufen Sie mich doch gerne an oder schreiben Sie mir eine E-Mail.